im ersten licht

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(#) ich komme heim, was gleichzeitig auch ein wenig das theater ist, c. reanimiert gerade einen ohmächtigen, mir unbekannten jungen mann und da sie naturgemäß nicht gleichzeitig die rettung rufen kann, mache ich das. erst beim zweiten versuch komme ich durch und die rettungskräfte kommen auch nur sehr zögerlich, an der tür erklären sie, dass seit neuestem ein hoher selbstbehalt anfällt, wenn sie nur die schwelle übertreten, ich kreische hysterisch, dass hier jemand in lebensgefahr schwebt und sie von mir aus so viel geld haben können wie sie wollen, darauf verrichten sie doch ihr werk, währenddessen stellt sich heraus, woher die ohmacht des jungen mannes kommt, nur darf das niemand erfahren, da er eine freundin hat, das ist jetzt naturgemäß eine verzwickte lage, wenigestens scheinen die bemühungen der rettungskräfte erfolg zu haben, lebensgefahr besteht keine mehr, wie uns mitgeteilt wird (aufgew.)

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(#) s. und ich sind bei einer art gameshow im fernsehen in irgendwelchen expertenrollen, das gute dran ist, dass es backstage natürlich alles nur denkbare zu trinken gibt, da ich sehr durstig bin, schenke ich mir ein großes glas tonic water ein, aber der barkeeper versteht das als aufforderung, mir einen gin tonic daraus zu machen und das soll mir natürlich auch recht sein, nur muss dann auf einmal alles sehr schnell gehen, wir sind gleich auf sendung, ich stelle das getränk irgendwo in der garderobe ab, m. und a. und noch viele andere, die in anderen rollen involviert sind, sind auch da und alle rennen durch die üblichen verwinkelten gänge richtung bühne, ich natürlich wie immer als letzter und eigentlich zu spät, warum haben die die backstagebar auch so weit entfernt vom studio angebracht, irgendwie komme ich aber doch noch rechtzeitig an, s. und ich reden sehr langsam und klug, ich glaube, wir machen uns ein bisschen über die sendung und uns lustig, aber nicht auf eine unsympathische art, naturgemäß denke ich auch an mein in der garderobe befindliches und somit unerreichbares erfrischungsgetränk (aufgew.)

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(#) endlich urlaub, nur leider stellt sich heraus, dass wir statt nach l. nach nordfriesland gefahren sind. ich bin darüber sehr enttäuscht, aber wahrscheinlich hätte ich halt besser aufpassen und mal was sagen müssen, also kann ich mich jetzt nicht beschweren und darf mir auch nichts anmerken lassen. immerhin stellt c. in aussicht, dass wir hinterher noch nach apulien fahren und da ist es ja auch leidlich schön. ich versuche mir die situation irgendwie schönzudenken und es halt doch auch irgendwie zu genießen, denn sonst wäre es ja auch schade drum. es will mir nur nicht recht gelingen, wenngleich das häuschen und der garten und alles eigentlich eh recht pittoresk sind. vielleicht müsste ich nur mehr fotos machen, um was von der schönheit der umgebung zu sehen, denke ich. dann im schwinnbad mache ich mir weiter sorgen darüber, dass ich nicht in der lage bin, den urlaub adäquat gut zu finden und versuche einzuschlafen, aber dafür ist es natürlich zu kalt, ständig schatten und dergleichen. es folgen nur mehr die üblichen streits und katastrophen.

während c. und ich dann in der anderen stadt auf der terrasse des restaurantschiffs einen freien tisch suchen, beginnt noch während der einschlägigen warndurchsage der hagelsturm. von zwei hagelkörnern am bein und am kopf getroffen, was sofort zu riesigen, schmerzhaften blutergüssen führt, suche ich schutz in einer art hauseinfahrt, verliere c. aus den augen. als der hagelsturm etwas nachlässt und in starkregen übergeht, suche ich inmitten der allgemeinen verwüstungen nach c., kann sie auch telefonisch nicht erreichen, da mein mobiltelefon plötzlich sehr alt ist und ich die menüführung nicht verstehe und auf dem winzigen display kein wischen möglich ist und eigentlich ist es defekt auch noch. andere passanten machen mich auf ein herannahendes flugzeug aufmerksam, das von wetterturbulenzen augenscheinlich in mitleidenschaft gezogen ist und dann tatsächlich abstürzt.

auf der seegrube leide ich nach nur wenigen schritten über höhenangst, die nicht besser wird dadurch, dass g. erklärt, wie brüchig die felsen sind, an denen ich mich festhalte. ich schaffe es kriechend irgendwie zurück zur bergstation, wo g., der eigentlich auch oder eher m. ist, von den bergabenteuern erzählt, die er in den 1970ern (aufgew.)

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(#) nach der lesebühne bleibt das aufräumen wie stets an mir hängen, was umso ärgerlicher ist, als dass es geschneit hat und ich mit besen den schnee wegkehren muss. zurück im inneren platze ich in die probe von ein bericht für eine akademie, die mit einem echten schimpansen aufgeführt wird. ich will ein wenig smalltalk mit dem affen machen, werde aber vom regisseur scharf zurechtgewiesen, denn der affe versteht natürlich kein wort und wenn man mit ihm anderes als den text von ein bericht für eine akademie spricht, verlernt er nur seine einsätze. c., die nachkommt, weiß das nicht und sagt dem affen ein gedicht auf, bevor der regisseur das wiederum untersagt. im weggehen sagt uns der affe mit tränen in den augen, das wäre das schönste was ihm jemals widerfahren sei, dass ihm jemand ein gedicht aufgesagt habe. irgendwann sieht es auch der regisseur ein und wir besuchen einem kongress im nebenraum, eine art mischung aus hörsaal und parlament in the phantom menace (aufgew.)

zuvor natürlich die üblichen geiselnahmen auf schiffen, bei denen die geiselnehmer mich zum austausch von zärtlichkeiten mit diversen attraktiven jungen männern zwingen, wie man das halt von schiffsreisen so kennt. dann beim runden drehen ums haus bildet sich eine art weg heraus, s. frägt, ob ich den weg auch richtig gegangen bin, ich verstehe die frage zuerst als nur halbherzig versteckten angriff auf die tempora, die ich bei der beschreibung des weges verwendet habe, aber dann stellt sich nach dem üblichen rasenmähen und den beflanzungs- und überflutunsproblemen im garten meiner eltern heraus, dass jetzt vom balkon im zweiten stock ein älterer herr zu mir oder vielmehr über mich spricht, ich bin auch mehr im winter in einer abgelegenen berghütte im wald einquartiert, führe ein einfaches, aber erfülltes leben, mache lange spaziergänge und lese klassiker, was ich, wie mir auffällt, viel zu wenig mache in anbetracht dessen wie gerne ich das tue und bin nur ein wenig traurig darüber, dass ich somit eine stifter-novelle reenacte, wo es doch so viele andere, schöne texte gibt, aber der ältere herr ist eine stifter-koryphäe und erkennt alle stifteranspielungen. er steht mit dem rücken zu mir und also mit dem gesicht zur autobahn gewandt und murmelt natürlich allesamt druckreife sätze mit vielen auswendig rezitierten stifter-zitaten, die allesamt sehr gewitzte anspielungen auf die situation sind und auch wenn oder besser gesagt gerade weil ich kaum etwas verstehe, wird durch diese affigen manierismen der hohe stellenwert des professors in der stifter-forschung sehr deutlich. wir kommen nach seinem spontanvortrag noch ins gespräch, ein junger assistent der stifter-koryphäe ist auch dabei, mir ist ein wenig unangenehm, mich in der akutellen stifter-forschung so wenig auszukennen und den stellenwert des professors nur durch den grad seiner affigkeit einschätzen zu können und bringe das gespräch ausgerechnet auf das thema, dass es mich erstaunt, dass stifter auch in deutschland so bekannt ist, obschon ich immer der ansicht war, er sei weltberühmt nur in österreich (aufgew.)

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(#) nachdem als hintergrundmusik für die urlaubsdiashow rise like a phoenix feststeht, geht die auswahl der fotos fast wie von selbst. ich überlege überblendungseffekte (aufgew.)

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(#) im überschwemmten gebiet entscheidet sich die familie schließlich doch - da sie kein boot haben schwimmend - zu fliehen. zum glück bin ich als austauschstudent im fach fischerei gerade mit meinem boot unterwegs und kann sie aus den wassermassen retten. zum noch größeren glück ist das gleich darauf nachkommende kindermädchen ebenfalls eine deutsch sprechende ausstauschstudentin (es kann sonst nur der vater etwas englisch, und das schlecht), sodass die verständigung auch kein problem mehr darstellt (aufgew.)

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(#) beim frühstück scrolle ich am mobiltelefon halt so durch die üblichen newskanäle und lese: sky ferreira ist tot. ich bin komplett fertig. erst sehr viel später stellt sich heraus, dass sie nur ihre aktuelle bühnenfigur abgelegt hat. ob und wann und unter welchem namen sie wieder in erscheinung treten wird, bleibt spannend (aufgew.)

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(#) eine wirklich sehr gut doku über romario, sein aufstieg als jüngster spieler aller zeiten in der startelf von belo horizonte, seine besonderheit als verteidiger so viele tore zu schießen, man weiß das zwar alles, aber sieht es sich gern mit nostalgischer rührung noch einmal an (aufgew.)

franz adrian wenzel ist der auserwählte. kurz nachdem wir das festgestellt haben, stürmt auch schon seine verbindung ins hotelzimmer um ihn in ihre gewalt zu bringen. xander setzt an zu einer motivational speech, die lichtstimmung und die hintergrundmusik wird dementsprechend angepasst, xander sagt, dass sie angesichts unserer schwäche, ihrer superkräfte und ihrer fehlenden moralischen instanz dumm wären, wenn sie sich nicht einfach nehmen würden, was sie wollten und alle warten auf das große aber, aber xander fällt nichts ein und so ziehen die schurken mit wenzel ab (aufgew.)

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(#) ich aktualisiere mal wieder die termine bei meinem myspace-account. bei der gelegenheit fällt mir auf, dass ich die bilder da mal sichern wollte, versuche sie also herunterzuladen, aber myspace hat da irgendwas umgestellt, es sind nur mehr thumbnails mit maximal 1,5mb herunterladbar, an die original-dateien ist nicht mehr heranzukommen. im endeffekt lade ich halt doch die versionen in der kleinen auflösung herunter, es ist eh auch mehr fürs archiv, und überlege, was ich stattdessen hochladen soll (aufgew.)

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(#) beim konzert in der poolbar holen die hidden cameras fast alle auf die bühne, wir müssen dort erst sitzend, dann zum glück stehend den chorus mitsingen, nur leider kenne ich den song noch nicht, merkwürdig, dass mir der am neuen album nicht aufgefallen ist. was an textsicherheit fehlt, machen g. und i. durch tanzleistung wett und die animierten gifs in der festivalzeitschrift, die hinterher gleich verteilt wird, sehen wirklich spaßig aus. zusätzlich gibt es die gifs, auf denen wir tanzen, auch noch einmal auf einem großen bogen, von dem sie als sticker abgelöst werden können, was für ein schönes souvenir. zurück in der provinzstadt zeigt mir i. am mobiltelefon ein video, in dem ein eichhörnchen mit einer raupe durch einen gebirgsbach schwimmt und eine tiefe stimme, zu der ich sofort vertrauen fasse, sagt, dass das eichhörnchen darauf schaut, dass das universum so im einklang schwingt (aufgew.).

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irgendwann mitten in der fahnenkorrektur habe ich diesen...
mauszfabrick - 11. Aug, 12:56

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